AN BENTOTAS SMARTEN STRÄNDEN

Von Galle geht es mit dem Bus an der Küstenstraße entlang nach Bentota. Unsere Backpacks sind mittlerweile sauschwer und im Bus kaum zu handeln. Leider sind die Busbetreuer hier an der belebten Westküste bei Weitem nicht so hilfsbereit beim Ein- und Ausladen wie wir das gewohnt sind. Vorne verheddert sich der Rucksack im Geländer,  hinten verbrenne ich mir den Allerwertesten an zwei Räucherstäbchen. Na dann: Gute Fahrt!

Das Paradise Palm Beach and Sea Shell Resort liegt an einem ruhigen Strandabschnitt südlich von Bentota. Die Anlage und insbesondere das Restaurant haben eher eine nüchtern-sachliche Ausstrahlung, sind aber umgeben von viel Grün. Die Angestellten akquirieren auf Teufel-komm-raus, schließlich liegen mit dem Amal und dem Wunderbar zwei gehobene Anlagen mit perfektem Service direkt nebenan.

Über die allgegenwärtigen Bahngleise kommt man zum weitläufige Strand. Der ist hier völlig gesteins- aber auch muschellos und fällt langsam sanft ab. Endlich können wir uns auch einmal relativ entspannt im warmen Wasser des Indischen Ozeans aalen, immer mit einem Auge die ankommenden Wellen im Blick, denn hin und wieder erwischt uns doch eine, die uns wie in der Waschtrommel durcheinander wirbelt.

Beim Strandspaziergang kann man einige Meter machen, das ist allerdings mangels Muscheln fast ein bisschen langweilig und vor allem heiß. Das ändert sich nach dem Fluthöchststand am Abend, wenn am Strand auf ganzer Strecke die Kunststoff-Glas-Metall-Überbleibsel unserer menschlichen Zivilisation anlanden. Man erklärt uns,  dass der Müll lediglich nach heftigen Regenfällen in den Bergen angeschwemmt wird. Wir wissen aber auch, dass es im Hochland recht häufig regnet. Entsprechend oft wird wohl auch der Strandkehrdienst von Nöten sein.

Den Kritiken folgend besuchen wir am ersten Abend das Amal-Restaurant und gönnen uns nach einem begeisterten Blick auf die frische und teils noch lebende Meeresgetier-Auswahl je 10 Prawns. Köstlich!! Auch das Ambiente mit dem am Restaurant direkt vorbeirauschenden Zug ist wunderbar und beeindruckend. Der Chef persönlich sorgt sich um seine Gäste. Er hat – wie man rundum sehen und spüren kann – in Kufstein das Hotelfach gelernt und spricht unter anderem Deutsch und Österreichisch.

Nachdem wir beim Frühstück in unserem nüchternen, hoteleigenen Speiseraum von beiden Seiten zugepafft werden,  wählen wir fürs Dinner am zweiten Abend das teurere Wunderbar Restaurant. Dort gibt es auch ein Wiedersehen mit den Mädels aus Hamburg, die wir bereits in Uda Walawe und in Galle getroffen haben und die mit uns am 01.03. im gleichen Emirates-Flieger nach Dubai sitzen.

Endlich finden wir auf der Speisekarte das lange gesuchte Lamprice. Als deutsche Übersetzung steht im Menü „Lampenreis“, was nicht wirklich zur Klärung der Zusammensetzung dieser im Bananenblatt gegarten Spezialität beiträgt. Wir sind neugierig und lassen uns gerne auf die einstündige Vorbereitungszeit ein. Und es hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Sri Lanka in einem Bananenblatt

Ein Gedanke zu “AN BENTOTAS SMARTEN STRÄNDEN

  1. Werner Meier schreibt:
    Avatar von Werner Meier

    Mmh, da kriegt man ja richtigen Prawns-Appetit, da muss sich der Camillo aber anstrengen am Die Abend, vorallem auch mit seine Preise!
    Bis bald
    Werner

Hinterlasse eine Antwort zu Werner Meier Antwort abbrechen

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..